Evolution – Science-Fiction-Komödie

In der Science-Fiction-Komödie Evolution aus dem Jahr 2001 schlägt sich ein verkrachter Chemiker mit einer Invasion aus dem Weltall herum. Zur Seite stehen ihm der Coach des Mädchen-Volleyball-Teams des örtlichen College, ein Typ, der schon ein paar Mal durch die Prüfung zum Feuermann gefallen ist, und eine Wissenschaftlerin, die ständig über irgendetwas stolpert.

Die Gefahr, die aus dem Weltall kam

Ira Kane (der Star aus Akte-X und Californication David Duchovny) hat sich mit seinem Leben arrangiert. Einst war er ein Wissenschaftler im Dienste des Militärs, bis er in einen Vorfall verwickelt war, der eine ganze Kompanie von Soldaten mit Durchfall, Blindheit, Gesichtslähmung und Haarausfall zurückließ. Nun unterrichtet Ira in der Provinz einen Haufen Schüler, die zu doof sind, um die Hälfte von dem zu verstehen, was er ihnen erklärt, aber so schlecht geht es ihm nicht. Sein Kumpel Harry Block (Orlando Jones) hängt gerne ein bisschen mit ihm rum, die Sonne scheint, der Job ist lässig und die Mädchen werden nie älter als 21.
Dann schlägt ein Meteorit in der Nähe ein und die beiden Under-Achiever sind die ersten am Ort des Einschlags. Sie nehmen ein paar Proben und schnell ist Iras Ehrgeiz geweckt. Das Zeug aus dem Meteoriten ist nicht nur außerirdisch, es verändert auch seine Zellstruktur ständig. Es entwickelt sich immerzu fort. Ira ist begeistert.

Das Monster im Kleiderschrank

Doch während Ira und Harry zusammen mit dem bald rekrutierten Feuerwehr-Enthusiasten Wayne Green (Sean William Scott, bekannt aus Welcome to the Jungle und den American Pie-Filmen) noch darüber rätseln, wie sie ihre Nobelpreis-Reden beginnen sollen, kommen aus dem Meteoriten immer neue Aliens und bedrohen das verschlafene Wüstennest. Da zeigt das süße Hunde Alien auf einmal kräftige Beißer, im Einkaufszentrum ist ein Flugsaurier unterwegs und im Stundentakt entwickeln sich die Aliens weiter und bedrohen schnell und nachhaltig Iras ruhiges Leben. Die ersten Aliens spielen schon mit dem Feuer, und sonderlich freundlich sehen sie nicht aus. Was wird als Nächstes kommen? Der Nobelpreis wird wohl warten müssen.

Das Militär rückt an

Schnell bekommen auch die Oberen Wind davon und die Alien-Invasion wird als Bedrohung erkannt, nicht etwa als interessante Möglichkeit, einmal über den Werdegang allen Lebens nachzudenken. Flugs wird das Gebiet isoliert, Experten werden hinzugezogen, darunter auch die tollpatschige Allison Reed (Julianne Moore), an der Ira schnell Gefallen findet.
Es kommt, wie es kommen muss: Das Militär will Krieg. Und die Aliens wehren sich. Sie passen sich an, und da sie sich so schnell auf neue Umstände einstellen können, steht das Militär trotz all seiner Feuerkraft bald ziemlich machtlos da.
Zeit für Ira und seine Freunde in Aktion zu treten. Oder will man aus dem bevorstehenden Weltuntergang vielleicht doch noch das Beste machen und sich schnell noch ein Bierchen öffnen?

Fazit

Die stärkste Szene hat der Film, wenn dem armen Harry Block ein Parasit rausoperiert werden soll. Das kann nur rektal erfolgen. Die Szene hat einige wunderbar unangenehme Momente und komische Sätze zur Folge. Zum einen “Für Gleitgel ist immer Zeit” und dann das anerkenende Nicken, wenn die Prozedur endlich überstanden: “Das hast du mordsmäßige weggesteckt. Das war so ein Viech. Wie ein richtiger Mann!”
Da wird die männliche Seele nach der rektalen Defloration wieder aufgerichtet.
Evolution ist ein spaßiger und kurzweiliger Film, der – nüchtern betrachtet – weder das Rad neu erfindet, noch irgendwelche Bäume ausreißt. Passend zu seinen Hauptfiguren.

Aufmacher

Rasend schnell mutierende Aliens bedrohen eine Kleinstadt und bald die ganze Welt. Können ein gescheiterter Wissenschaftler und ein Halbtags-Mädchenvolleyball-Coach ihnen Einhalt gebieten?

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